herrkoemmlich

Die Entstehung einer Marke fängt im Kopf an, jedoch nicht als Marke, sondern als Vision, als Idee etwas neues zu erschaffen. Es gibt eine Vielzahl an Motiven, die jemanden dazu veranlassen, etwas zu kreieren, das der Gesellschaft einen Nutzen bringt, sei es ein Produkt oder eine Dienstleistung.

Dabei spielt der Glaube an die Sache, an die Idee eine primäre Rolle, ebenso wie die objektive Betrachtung der Notwendigkeit. Es gilt, diese beiden Faktoren abzuwägen und das Gleichgewicht realistisch zu reflektieren, um so die Gewichtung beurteilen zu können. Natürlich bleibt bei der Entstehung einer Marke das Risiko ein ständiger Begleiter, denn niemand kann den Erfolg im Voraus garantieren. Selbst eine etablierte, erfolgreiche Marke kann scheitern, wenn der gesellschaftliche Wandel unterschätzt wird. Die Marke muss unter ständiger Beobachtung stehen und so flexibel und modular aufgestellt sein, daß sie reagieren kann.

Meist ist es heutzutage nicht die bahnbrechende, revolutionäre Idee, die ein Unternehmen zum Erfolg führt, sondern vielmehr eine Nische, die es zu entdecken gilt. Man kann das Rad natürlich nicht neu erfinden, aber man kann es verändern. Eine neue Konstruktion, ein neues Material, aber auch dessen Erscheinung können es attraktiver machen und neue Markträume schaffen. Die grundlegende Funktion bleibt die gleiche, das Rad dreht sich, so simpel und einleuchtend das klingt, aber wie und worauf, wie lange es läuft, ist beeinflussbar, wenn man sich damit auseinandersetzt und vor allem einen neuen Nutzen dafür vorzuweisen hat.

Wenn ein Kunde auf einen Designer zukommt und hat eine Vision, eine Idee im Gepäck, dann ist das erst mal gut. Wenn der Kunde Koch ist und sagt, daß er eine »Frittenbude« eröffnen will, dann ist das erst mal eigenartig. Wenn beide sich einig sind, daß man daraus etwas funktionierendes erschaffen kann, dann ist das der Beginn einer besonderen Marke.

Diplomarbeit_Jens-Könen_CD_»herrkoemmlich«_

Diplomarbeit_Jens-Könen_CD_»herrkoemmlich«_Flyer_hinten